Z-Bahner - Weichenantrieb

Hallo Leute,

nach gefühlten Jahrhunderten, die meine Seite nun schon existiert, möchte ich Euch nun endlich einmal die erste Bastelei vorstellen. Dies war zwar nicht zwingend meine erste Bastelei, aber es ist die Erste, die ich Euch hier vorstellen möchte.

Es dreht sich um die Weichenantriebe. Die Märklin Mini-Club Weichen sehen von der Weichengeometrie ja schon mal gar nicht so schlecht aus. Das Einzige was, meiner Meinung nach, die Optik einer Weichenstraße echt stört ist der Weichenantrieb. Also habe ich mich, wie viele Zetties entschieden, dass der Antrieb der Weichen 'in den Keller' muss.

Also als erstes mal den Deckel, den Stelldraht, die Spulen und die Verkabelung entfernen, dann sieht ein Weichenpaar schon einmal so aus:

Weiche mit Anbau

Dann habe ich mich versucht, wie oft zu sehen, den Antriebsanbau mit einem Cuttermesser zu entfernen. Dabei habe ich mir dann zum einen schon mal die Stellschwelle abgeschnitten. Zum anderen habe ich den Schnitt irgendwie nicht so schön hinbekommen wie ich mir das so vorgestellt habe. Und zum anderen gefiel mir das Ergebniss an der Seite nicht so richtig. Und des weiteren startete dann meine Überlegung, wie lange ich denn für diese Arbeiten bei der benötigten Weichenanzahl brauchen würde.

 Zu diesem Zeitpunkt hatte ich glücklicherweise relativ guten Zugriff auf einen Lasercutter. Also habe ich mich an die Arbeit gemacht und habe ein Weichenpaar recht ordentlich von dem Antrieb befreit und dabei auch die Schwellen frei geschnitten, bzw. mit einer kleinen Bohrmaschine frei geschliffen. Dann habe ich die Außenkannte der Weiche auf Millimeterpapier übertragen und von dort aus als Koordinaten in eine Vektorgrafik. Nach einigen Korrekturen der Punkte hatte ich dann meine Vorlage für den Lasercutter. Die roten Linien stellen die Außenkannte der Weiche mit dem Antrieb dar. Anhand der roten Linien habe ich mir in Holz die Schablone geschnitten, in die ich dann die Weichen eingelegt habe. und die schwarze Linie ist dann die Linie, an der ich die Weichen dann geschnitten habe. Mit Hilfe dieser Vorarbeit konnte ich dann eine ganze Menge Weichen in recht kurzer Zeit vom Antrieb befreien und das mit nur noch recht wenig Aufwand.

ABER auf eines möchte ich Euch gleich hinweisen, falls ihr auch die Wichen mit einem Lasercutter bearbeiten wollt.
VORSICHT, die Weichen sind aus unterschiedlichem Materialgefertigt. Es gab nämlich Weichen, bei denen lies sich das Material nicht so gut mit dem Lasercutter schneiden, sondern das Material verbrannte eher und hinterlies eine dicke Rußschicht an den Schienen. Ich habe aber leider nicht heraus bekommen, wie ich das verschiedene Material erkenne.

Und so hatte ich nach dem Lasercutter als Ergebniss eine Weiche ohne Anbau, aber mit halbwegs ansehnlichen Schwellen in der Hand:

Weiche ohne Anbau

Dann habe ich eine solche Weiche auf Holz und Kork montiert um eine Antriebsversion zu testen.
Um die Weiche anzutreiben nutze ich den Stelldraht, den ich bei dem original Antrieb ausgebaut habe. Zusätzlich nutze ich ein Messingrohr, durch welches der Stelldraht geführt wird. Fragt mich bitte nicht welche Maße das Röhrchen genau hat, denn ich weiß es nicht. Ich habe den Stelldraht einfach mit zum Modellbauhändler genommen und mir das kleinste Rohr, durch welches der Stelldraht hindurch passte, heraus. Ich bohre also nahe der Stellschwelle ein Loch in den Untergrund und klebe hier ein Stück Messingrohr hinein. Das Messingrohr nehme ich so lang, dass es oben wie unten ein wenig über steht. Dann biege ich den Stelldraht an dem einen Ende ein wenig um, so dass der Draht ein wenig durch die Stellschwelle hindurch geht.

 

Stellschwelle

Die Halterung für den Servo hatte ich erst mit kleinen Holzleisten erstellt, um diese Antriebslösung zu testen. Nachdem ich festegestellt habe, dass die Variante recht gut funktioniert, habe ich mich daran gemacht und eine Halterung selbst entworfen und mit meinem 3D-Drucker gedruckt. Die Halterung ist so gebaut, dass der Servo mit seiner Drehachse genau unter dem Stelldraht hängt. Dazu habe ich für die Positionierung (rechts oder links) zwei kleine Löcher in die Bodenplatte der Halterung gemacht. Zwei weitere, etwas größere) Löcher im Boden sind dazu gedacht, die Halterung möglicherweise unter die Platte zu schrauben. Aber bisher hat Kleben gereicht. Den Stelldraht habe ich dann über dem Servo wieder zur Seite gebogen und am Ende des Servoarmes wieder nach unten. Damit hat der Draht am Servo einen langen Weg, auf dem der Draht noch ein wenig federn / nachgeben kann.

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